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Autor Thema: Impedanzwandler mit C-Drehschalter  (Gelesen 4971 mal)

Patrick

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Impedanzwandler mit C-Drehschalter
« am: April 26, 2008, 09:59:35 »
    Warum ein Impedanzwandler?
    Kennt ihr auch das Problem, dass der Kabel an der Gitarre den Sound verändert? Was ist die Lösung? Teure Kabel kaufen  die dann so kurz wie möglich halten?  Das Problem ist, dass man eben eine Mindestlänge an Kabel braucht. Den Sound der Gitarre möchte man auch nicht verändern, indem man eine aktive Schaltung einbaut.
    Oder: mit dem Sound der alten Tonabnehmer nicht zufrieden? Kein Problem: Ein Verkäufer im Musikfachhandel würde natürlich neue Tonabnehmer empfehlen und nicht sagen wie einfach man mit ein paar Cent den Sound effektiv
    verändern kann.

    Ein Impedanzwandler muss her!
    Nun, ganz passiv geht es nicht aber wie wäre es mit einer Schaltung die nicht lauter macht, sondern nur die Stromstärke erhöht, d.h. der Kabel kann nun so lang sein wie er will und Brumm- sowie Rausch-Probleme minimieren sich jetzt auch. Die alten PUs lässt man natürlich drin.

    Vorteile:
    -es klingt nach passiven PUs, wie gewohnt
    -man erhält nicht nur den gewohnten Sound seiner Gitarre, durch einfache Manipulation der Schaltung erhält man eine Vielzahl von Soundmöglichkeiten.
    -Kostenpunkt 10-20 Euro, ein Schnäppchen wenn man bedenkt wie viel ein Satz Tonabnehmer kosten


    Voraussetzungen:
    -mit einem Lötkolben sollte man umgehen können


    Los gehts:
    Es gibt mehrere Möglichkeiten die Schaltung aufzubauen. Ich zeige euch wie ich das gemacht habe, bei meiner Stratocaster:

    Die Schaltung des Impedanzwandlers schaut folgendermaßen aus:



    Stückliste:
    • C1: 10nF (Folienkondensator)
    • C2:   1µF (Elko=Elektrolytkondensator, auf Polung Achten!)
    • C3: 10µF (Elko=Elektrolytkondensator, auf Polung Achten!)
    • R1: 2,2M (Metallschichtwiderstand, Toleranz 1%, 1/4 Watt Leistungsaufnahme)
    • R2: 2,2M (Metallschichtwiderstand, Toleranz 1%, 1/4 Watt Leistungsaufnahme)
    • R3: 330  (Metallschichtwiderstand, Toleranz 1%, 1/4 Watt Leistungsaufnahme)
    • R5: 250k (Trimmer Typ 63P, damit passt man anschließend durch Hörtest die Lautstärke an- damit die Gitarre gleich laut wie im passiv Betrieb ist)
    • IC: TL 061 (egal welcher Typ, bei Conrad hab ich den TL061CN gekauft)


    das Board, nicht viel größer als mein Daumen



    Wer sich mir dem Ätzen von Platinen auskennt hat hier das Board, ansonsten kann ich euch gegen 6 Euro Kostenaufwand eines per Post zuschicken, verzinnt und gebohrt. Anzumerken ist, dass hier die Stromversorgung die selbe Masse wie die Gitarre hat (sonst wäre eine Phantomspeißung per Stereokabel nicht möglich), es kann zu Rauschen kommen wenn man ein schlechtes Netzteil zur Stromversorgung nimmt. Eine Batterie ist eine gute Lösung, hält Lange und es rauscht nicht.

    Board zum ätzen



    Wohin jetzt mit der Schaltung?
    Nun muss man sich überlegen: will man jetzt zwischen passiv und aktiv Betrieb umschalten können (ich hab es gemacht aber ich glaub ich werde den Schalter wieder rausnehmen, weil es aktiv viel besser klingt).
    Wenn man Umschalten will braucht man einen On-ON Schalter, ein doppelter Schalter mit 6 Pole.
    Den Schalter schaltet man am Eingang zum Impedanzwandlers und am Ausgang dazwischen, so kann man den Impedanzwandler vom Signal trennen oder dazuschalten. Die Masse (GND) muss man nicht umschalten, die bleibt. Die Schaltung habe ich beim Tonepoti eingebaut, d.h wenn die Schaltung aktiviert ist ist mein altes Tone Poti nicht aktiv.

    Mein zweites Tonepoti habe ich heraus genommen und durch einen 12-fachen Drehschalter ersetzt, hier schalte ich am Eingang des Impedanzwandlers zur Masse wahlweise einen Kondensator. Einfacher geht es wenn man keinen Drehschalter verbaut, sondern nur einen Kondensator nimmt den Wert muss man eben raushören. Ohne einem Kondensator würde es zu schrill und dünn klingen. Technisch gesagt: der Impedanzwandler erhöht die Resonanzfrequenz, ein Kondensator setzt sie dann wieder runter.

    Mit dem Drehschalter kann man also 11 verschiedene Kondensatoren je nach Geschmack einbauen eine Position bleibt ohne Kondensator. Je höher der Wert des Kondensators ist, umso dumpfer wird der Sound. Gute Werte sind 470pF bis 15nF, und immer Folien- (MRT) bzw. bei kleinen Kapazitäten Polypropylen/Polystyrolkondensatoren verwenden.

    DPDT On-On


    der Drehschalter
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    « Letzte Änderung: März 08, 2009, 11:36:47 von Patrick »
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