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Autor Thema: Gitarre: ergonomisch Gitarre spielen - don't hurt yourself!  (Gelesen 4500 mal)

Patrick

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Vorwort:
Dieser kleine Workshop zeigt wie man das Verletzungsrisiko beim Gitarre verringern kann und zeigt wie man "gesund" seine Spieltechnik verbessern kann. Das wichtigste ist: auf seinen Körper hören und aufhören sobald etwas schmerzt. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung und hatte diesbezüglich leider auch einige Probleme. Dieser Workshop ersetzt aber keinen Arzt!

1. Körperhaltung

Eine aufrechte und gerade Körperhaltung ob im Sitzen oder Stehen ist sehr wichtig. Beim Üben im Sitzen ist ein fixer nicht drehbarer Stuhl am besten geeignet, dieser sollte auch nicht zu hoch sein. Am besten so hoch, dass die Oberschenkel parallel zum Fußboden stehen. Damit ist gewährleistet, dass die Gitarre gut aufliegt und nicht verrutschen kann, man muss sich nicht verkrampfen um die Gitarre in Position zu halten.

2. Die Greifhand (linke Hand)

Es gibt zwei Grundpositionen, die erste wird vorwiegend bei Spiel mit Bendings (also Blues und bei Pentatoniken) verwendet. Die zweite Position ist für schnellere Läufe.

a) erste Grundposition
Der Daumen befindet sich auf der oberen Griffbrettseite. Man kann wie beispielsweise Jimi Hendrix und Eric Clapton an der tiefen E-Saite Töne greifen.



        G-dur (mit Daumen an der tiefen E-Saite)
 E |--3--
 B |--3--
 G |--4--
 D |--5--
 A |--x--
 E |--3--



b) zweite Grundposition
Der Daumen befindet sich an der Hinterseite des Griffbretts. Jetzt kommen wir auch mit dem kleinen Finger an die Tiefe E-Saite und auch die Position der Hand kann so schneller gewechselt werden; also die ideale Position um schneller zu spielen.







3. Die Schlaghand (rechte Hand)

Die Greifhand ist eigentlich schneller als die Schlaghand, deshalb ist hier die Haltung auch sehr wichtig um technisch gut zu spielen.
Ich empfehle eine natürliche Haltung der Hand (also Handgelenk so wenig wie möglich abwinkeln), das minimiert das Verletzungsrisiko.
Sicher gibt es Gitarristen die mir da widersprechen, denen eine andere Haltung vorteilhafter erscheinen mag. Die meisten Gitarristen bevorzugen jedoch diese "natürliche Haltung".

meistens so:


seltener und nicht zu empfehlen:



Jetzt kann man nach zwei Bewegungsarten unterscheiden, die Bewegung aus dem Handgelenk und aus dem Armgelenk. Manche Gitarristen bewegen ihr Plektron auch nur indem sie Zeigefinger und Daumen bewegen, von der Methode rate ich aber ab weil es technischen Möglichkeiten etwas zu spielen einschränkt.

a) aus dem Handgelenk
Die Standard-Anschlagtechnik
Gitarristen, die diese Technik oft verwenden: Steve Vai, Joe Satriani, Yngwie Malmsteen.

b) aus dem Ellebogen
Hier kann sich die Arm und Schultermuskulatur Verspannen, also aufgepasst!
Diese Technik kann aber nicht jeder erlernen. Ein sauberer und halbwegs moderater Wechselschlag aus dem Handgelenk ist hier Voraussetzung, denn man neigt bei dieser Technik unsauber zu spielen. Also hier besonders wichtig: Anfangs langsam und sauber spielen nicht zu schnell das Tempo steigern!
Den Handballen kann man hier leicht auf das Tremolo auflegen, das Handgelenk bleibt steif und es bewegt sich nur das Ellebogengelenk.
Gitarristen, die diese Technik oft verwenden: Greg Howe, John Petrucci, Shawn Lane, Al Di Meola...

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Manche Gitarristen kombinieren diese beiden Techniken, was einem besser liegt muss man schon selber herausfinden.
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4. Aufwärmen


Viele Gitarristen sind der Meinung, dass normales Einspielen die einzige und beste Aufwärmmethode sei. Um einer Sehnenscheidenentzündung vorzubeugen sollte man sich mit Bewegungen aufwärmen, die nicht mit Gitarre spielen zu tun haben. Also ein paar Runden ums Haus laufen? Nein! Die Handmuskulatur muss aufgewärmt werden. Die besten Übungen sind Finger anspreizen und wieder abspreizen. Dies trainiert die Handmuskulatur die beim Gitarre spielen nicht benötigt wird, das wirkt ausgleichend. Wer Geduld hat kann seine Finger auch einzeln kreisen. Schneller geht’s auch wenn man seine Hände unter heißes Wasser hält.



5. last but not least: Ausgleich


Ohne ausgleichende Betätigung geht es auch nicht. Besonders wichtig ist dass man sich gut und vor allem richtig Dehnt - nach dem Sport. Welcher Sport gut und welcher schlecht ist kann ich nicht sagen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Ausdauerlauf z.B. nicht gut ist da sich dadurch die Schultermuskaltur nicht lockern kann. Gut sind Gymnastik, Ausdauerkrafttraining und asiatische Kampfsportarten.
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« Letzte Änderung: Januar 29, 2010, 21:55:50 von Patrick »
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